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Kontrolle und Vorbeugung

Was ändert Rauchen bei Diabetes?

· 2 Min.

Eine einzelne Rauchwindung, die sich vor creme-beigem Grund in der Luft verteilt; auf ihrem Rücken Übergänge von Braun und blassem Blau, rechts wird sie dünn und löst sich.

Rauchen verletzt die Gefäßwand unmittelbar und verengt die Wege, die der Diabetes ohnehin anstrengt, noch einmal. Die am klarsten gemessene Last liegt auf der Seite von Herz und Gehirn; auch Niere und Fußkreislauf nehmen ihren Anteil. Dazu wächst die Insulinresistenz.

Geht der Rauch ins Blut über, ist die erste Fläche, auf die er trifft, das Innenfutter der Gefäße. Der Rauch stört die Arbeit dieses Futters, erhöht die Gerinnungsneigung und senkt die Fähigkeit des Blutes, Sauerstoff zu tragen. Der Diabetes nutzt dasselbe Futter ohnehin ab; die zwei Wirkungen legen sich übereinander. Den Bau dieses Futters und seine Abnutzung beschreibt der Herztext.

Der zweite Punkt kommt seltener auf den Tisch. Er wiegt trotzdem. Bei Rauchenden wird die Insulinresistenz deutlicher gemessen als bei Nichtrauchenden; auch die Neigung des Fettes, sich in der Mitte des Rumpfes zu sammeln, arbeitet in dieselbe Richtung. Der Rauch bleibt also nicht nur auf der Gefäßseite, er erschwert auch den Bau des Zuckergleichgewichts.

Wo er hinlangtWas der Beleg sagt
Herz und GehirnDas Risiko für Tod und Gefäßereignis steigt deutlich; der beständigste Befund liegt hier
NiereDas Sickern von Albumin in den Urin und der Funktionsverlust schreiten schneller voran
NervenDie Beteiligung verläuft schwerer; das beständigste Material liegt beim Typ-1-Diabetes
AugeDie Befunde sind nicht einbahnig, die Verbindung ist nicht so klar wie die anderen
FußDer Beinkreislauf verengt sich, die Wundheilung verspätet sich

Die Zahl, die die Richtung zeigt, kommt aus einer großen Übersicht. Sie ist breit gebaut. Als neunundachtzig Beobachtungsarbeiten zusammengebracht wurden, zeigte sich, dass das Rauchen bei jemandem mit Diabetes das Risiko für Tod und Gefäßereignis um etwa die Hälfte nach oben trägt. Das Bild auf der Seite der feinen Gefäße ist nicht so einheitlich; die beständigsten Befunde sammeln sich bei Nieren- und Nervenbeteiligung, zumal beim Typ-1-Diabetes.

Der Lohn des Aufhörens muss gesagt werden, wie er ist. Ohne Schönen. Die Gewichtszunahme ist im ersten Jahr häufig, und die Beweglichkeit im Zuckergleichgewicht kann einige Jahre anhalten. Diese Beweglichkeit ist nicht zu spüren; was sie sichtbar macht, sind die in der Aufhörzeit geführten Messungen. Dagegen lag in derselben Übersicht das Sterberisiko derer, die aufgehört hatten, deutlich unter dem derer, die weiterrauchten. Auf den Stand derer, die nie geraucht haben, sinkt es nicht ganz; der große Teil des Weges schließt sich trotzdem.

Auch die Zusammenfassung, die die Weltgesundheitsorganisation mit der Internationalen Diabetesföderation erstellte, schaut in dieselbe Richtung. Trotz der kurzfristigen Gewichtszunahme zieht das Aufhören das Risiko des Typ-2-Diabetes auf lange Sicht nach unten, und der Gewinn wächst mit der Dauer des Aufhörens.

Im Alltag zeigt sich der Abstand zuerst in kleinen Dingen. Sie sind lesbar. Die Zeit, in der sich der Atem beim Treppensteigen sammelt, das Warmwerden der Füße beim Abendspaziergang, die Farbe der Fingerspitzen bei kaltem Wetter. Auch ein kleiner Riss am Fuß, der sich spät schließt, ist ein Zeichen desselben Kreislaufs. Das sind keine Messungen, aber im Alltag lesbare Spuren.

Der Vorwurf hat hier keine Arbeit. Er hilft niemandem. Die Nikotinabhängigkeit ist keine Sache des Willens, sondern der Belohnungskreise des Gehirns; das Aufhören verteilt sich über einige Versuche, und es erneut zu versuchen ist ein gewöhnlicher Teil des Vorgangs. Was zu verstehen ist, bleibt schlicht: Bei Diabetes wird der Preis des Rauchens nicht nur in der Lunge bezahlt, sondern im ganzen Gefäßnetz.

Quellen

  1. Pan A, Wang Y, Talaei M, Hu FB. Relation of Smoking With Total Mortality and Cardiovascular Events Among Patients With Diabetes Mellitus: A Meta-Analysis and Systematic Review. Circulation. 2015;132(19):1795–1804. doi:10.1161/CIRCULATIONAHA.115.017926
  2. Zhu P, Pan XF, Sheng L, Chen H, Pan A. Cigarette Smoking, Diabetes, and Diabetes Complications: Call for Urgent Action. Curr Diab Rep. 2017;17(9):78. doi:10.1007/s11892-017-0903-2
  3. Walicka M, Russo C, Baxter M, John I, Caci G, Polosa R. Impact of stopping smoking on metabolic parameters in diabetes mellitus: A scoping review. World J Diabetes. 2022;13(6):422–433. doi:10.4239/wjd.v13.i6.422
  4. World Health Organization. Tobacco and diabetes. WHO tobacco knowledge summary. Geneva: World Health Organization; 2023. ISBN 978-92-4-008417-9.

Dieser Text dient nur der Information; er ist weder eine Diagnose noch eine Behandlung noch eine Dosierungsempfehlung. Entscheidungen über deine Behandlung triffst du immer gemeinsam mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

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