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Die Diabetestypen

Was ist Schwangerschaftsdiabetes, geht er weg?

· 2 Min.

Auf einem schlichten Tisch eine gefaltete helle Babydecke und darauf ein geschlossenes leeres Gesundheitsheft; weiches Seitenlicht, kein sichtbares Gesicht und keine lesbare Schrift.

Schwangerschaftsdiabetes heißt, dass der Blutzucker zum ersten Mal in der Schwangerschaft steigt. Bei den meisten Frauen geht er nach der Geburt zurück. Dass er weggeht, heißt nicht, dass die Akte sich schließt: Die Wahrscheinlichkeit eines Typ-2-Diabetes bleibt in den folgenden Jahren hoch.

In der Schwangerschaft gibt die Plazenta eine Reihe von Hormonen ab, und diese Hormone schwächen das Signal, das das Insulin den Zellen gibt. Der Körper antwortet darauf. Er bildet mehr Insulin. Solange die Bauchspeicheldrüse diese Zusatzlast trägt, hält der Blutzucker seinen gewohnten Lauf; an dem Punkt, an dem sie es nicht mehr kann, steigt er. In den Leitlinien heißt dieses Bild Gestationsdiabetes. Seine Quelle ist die Insulinresistenz, die die Schwangerschaft selbst erzeugt; mit welchen Stufen sich die Resistenz in der Zelle aufbaut, ist das Thema eines eigenen Textes.

Ein Anzeichen allein weist den Weg nicht. Der Test tut es. Viel Durst, Müdigkeit und häufiges Wasserlassen kommen auch in der Schwangerschaft selbst vor und gelten deshalb nicht als unterscheidend. Die Diagnose kommt darum nicht aus einer Beschwerde, sondern aus dem Zuckerbelastungstest (oGTT). Das Screening liegt in den Wochen 24 bis 28. Die Belastung läuft in der einstufigen Ordnung mit einem Test, in der zweistufigen erst mit Screening und dann mit Bestätigung. Das Screening wird allen Schwangeren geraten; diese Titel heben die Wahrscheinlichkeit deutlich:

  • Übergewicht vor der Schwangerschaft
  • Ein Tageslauf mit wenig Bewegung
  • Diabetes in der Familiengeschichte
  • Dasselbe Bild in einer früheren Schwangerschaft
  • Ein früher geborenes großes Kind
  • Lagen, die mit Insulinresistenz laufen, etwa das polyzystische Ovarialsyndrom

Die überschüssige Glukose im Blut geht durch die Plazenta und erhöht die eigene Insulinbildung des Kindes. Dass das Kind groß geboren wird, ist deshalb häufiger. Die erste Stufe der Begleitung sind die Essordnung und die tägliche Bewegung. Die Portion auf dem Teller, das Brot beim Frühstück, der Abendspaziergang gehören alle in diese Stufe. Der große Teil der Frauen schließt die Schwangerschaft mit dieser Stufe ab, bei einem Teil kommt das Insulin in den Plan.

Mit der Geburt geht auch die Plazenta. Ihre Hormonlast fällt weg. Der Insulinbedarf sinkt in kurzer Zeit. Aber nicht jeder Zuckeranstieg, der zum ersten Mal in der Schwangerschaft auffällt, ist dasselbe. Die Weltgesundheitsorganisation trennt dieses Bild in zwei Titel: den, der an der Schwangerschaft hängt, und den, der schon vorher da war und zum ersten Mal in diesem Test auffiel. Beim zweiten bleibt der Zucker auch nach der Geburt hoch, denn seine Quelle war nicht die Schwangerschaft.

ZeitDie übliche Begleitung
Die ersten Tage nach der GeburtDer Insulinbedarf fällt schnell, der Zucker kehrt in seinen gewohnten Lauf zurück
4 bis 12 Wochen nach der GeburtDer Belastungstest wird erneut gemacht, diesmal nach den Kriterien außerhalb der Schwangerschaft bewertet
Die folgenden JahreEin Screening im Abstand von 1 bis 3 Jahren; die Begleitung hält das Leben lang

Nach der Geburt liegt die Reihe beim Belastungstest. In der Schwangerschaft beschleunigt sich der Umlauf der roten Blutkörperchen, der Blutverlust der Geburt kommt dazu; beides zusammen zieht das HbA1c-Ergebnis nach unten. Die Leitlinien stellen in den ersten Monaten deshalb den Belastungstest vor den HbA1c. Bei Frauen mit einer Geschichte von Schwangerschaftsdiabetes ist Typ-2-Diabetes in den folgenden Jahren um ein Vielfaches häufiger als ohne diese Geschichte. Dieselben Leitlinien schreiben, dass in dieser Gruppe die Änderung des Tageslaufs und bei Bedarf die Stütze durch Medikamente den Übergang zum Typ-2-Diabetes hinauszögert.

Quellen

  1. American Diabetes Association Professional Practice Committee. 15. Management of Diabetes in Pregnancy: Standards of Care in Diabetes—2026. Diabetes Care. 2026;49(Suppl 1):S321-S338. doi:10.2337/dc26-S015
  2. World Health Organization. Diagnostic criteria and classification of hyperglycaemia first detected in pregnancy. Geneva: WHO; 2013. 63 s. Belge no: WHO/NMH/MND/13.2.
  3. Quintanilla Rodriguez BS, Mahdy H. Gestational Diabetes. In: StatPearls. Treasure Island (FL): StatPearls Publishing; 2026 Jan-. Updated 15 September 2025. Bookshelf ID: NBK545196.
  4. Türkiye Endokrinoloji ve Metabolizma Derneği (TEMD). Diabetes Mellitus ve Komplikasyonlarının Tanı, Tedavi ve İzlem Kılavuzu-2026. 17. Baskı. TEMD; 2026. ISBN 978-625-99759-8-6

Dieser Text dient nur der Information; er ist weder eine Diagnose noch eine Behandlung noch eine Dosierungsempfehlung. Entscheidungen über deine Behandlung triffst du immer gemeinsam mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

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